Ja so sehen wir das ganz klar bei uns in der Redaktion von diebewertung.de aus Leipzig, so Thomas Bremer. Lesen sie im weiteren die Gründe für Einschätzung.

Karstadt Leipzig

Wir reden hier nicht nur darüber das ein Kaufhaus mit Tradition in Leipzig zugemacht wird, sondern wir reden hier vom Schicksal von über 500 Menschen. Menschen die zwischen die Mühlsteine von wirtschaftlichen Interessen geraten sind, und nun die Opfer sind. Begonnen hatte alles mit einer “satten Mieterhöhungsforderung ” durch den jetzigen Eigentümer” der Karstadt Leipzig Immobilie. 70% Mietaufschlag wollte er bei Abschluss eines neuen Mietvertrages haben.

Eine Zahl die für sich Alleine ja noch gar nichts besagt, wenn man nicht die Bezugsgröße kennt, auf der diese Mieterhöhung sich berechnen lässt. Dazu gibt es bis heute auch keine klaren Aussagen von Karstadt selber. Vor Jahren, als Karstadt in der Krise war, hatten die damaligen Vermieter erhebliche Kompromisse bei den Mieten gemacht, so dass es durchaus sein kann, das die neue Miete die Karstadt Leipzig zu bezahlen gehabt hätte, eine marktübliche Miete gewesen wäre.

Leipzig

Hätte, wäre, wenn es kam anders obwohl sich sogar das Leipziger Rathaus beflissen sah in den Mietstreit einzugreifen. Eine völlig unübliche Maßnahme, die dann auch keinem geholfen hat. Im Gegenteil, Oberbürgermeister Burkhard Jung hat auch hier eine überflüssige Niederlage erlitten, die er sich hätte ersparen können. Jener Oberbürgermeister Burkhard Jung der in der letzten Woche, als er sich zur Wahl als Nachfolger des Ostdeutschen Sparkassen Verbandes zu Wahl gestellt hat, so richtig „abgewatscht „wurde. Nun, man kann nicht immer nur der Gewinner im Leben sein, aber Burkhard Jung sollte dann sich mal nach neuen Beratern für sein Umfeld umschauen.

Was viele Mitarbeiter des Karstadt Warenhauses in Leipzig nicht wussten, war vermutlich, das die ganze Zeit wo sie noch auf eine Lösung gehofft hatten, im Hintergrund bereits ein völlig anderes Spiel lief. Ein Spiel wo Karstadt Leipzig letztlich froh war das es genannte Mietforderung gab. Im Hintergrund wurde seit Monaten am Zusammenschluss von Kaufhof und Karstadt gearbeitet, und mittlerweile wissen wir, dass das dann auch Erfolgreich war. Nun war doch ganz klar die Frage “welchen Standort behalten wir in Leipzig?”. Klare Antwort “den Kaufhof Standort”, denn hier hat man ganz andere Besitzverhältnisse und muss nicht mit einem Vermieter herumstreiten der 70% mehr haben will. Nun sollte dann eigentlich auch dem letzten Zweifler klar gewesen sein, das Karstadt Leipzig gar kein Interesse mehr gehabt haben könnte an dem jetzigen Standort zu8 bleiben, aber jetzt beim “Schwarzen Peter Spiel” ganz fein heraus war, denn den hatte ja der gierige Vermieter aus Luxemburg.

Ausverkauf

Nun also hat der letzte “bittere Akt” bei Karstadt Leipzig begonnen. Der Ausverkauf mit drastischen Preissenkungen beginnt. Ob die Preissenkungen dann nun auch so attraktiv sind wie man durch die großen Prozentzahlen glauben mag, das muss sich dann erst noch beweisen. Rabat von 50% zu bekommen heißt nicht immer auch ein Schnäppchen zu machen. Karstadt hat nichts zu verschenken, es bleibt nach wie vor ein auf Gewinn orientiertes Unternehmen.

Traurig muss man sein für die Mitarbeiter die nun in eine ungewisse Zukunft entlassen werden. Sie sind der “Kollateralschaden” den solche Unternehmen dann auch manchmal in Kauf nehmen, wenn es um ihre wirtschaftlichen Interessen geht.